Tauchsicherheit
Tauchen ist eine sichere Sportart
gerade Menschen, die tauchen lernen wollen oder Anfänger stellen sich die Frage, wie sicher ist das Tauchen wirklich. Gerade das Tauchen ist eine sehr sichere Sportart.
Immer mehr Menschen tauchen ab in eine andere Welt und erkunden weltweit die Schönheit der Unterwasserwelt.
Beim Tauchen bewegen wir uns in einer nicht von der Natur vorgesehenen Welt. Deshalb sind wir hier sehr stark auf Technik und Erfahrung angewiesen. Das Atmen unter Wasser stellt keine Fähigkeit des Körpers da. Hier benötigen wir gut funktionierende Technik, auf die man sich immer verlassen kann.
Die meisten Tauchunfälle resultieren mehr aus persönlicher Überschätzung und mangelder Ausbildung.
Die Tauglichkeit zum Tauchen ist besonders wichtig um schwerwiegende Verletzungen die bis zum Tode führen können zu vermeiden. Die Tauchorganisationen arbeiten meist mit einem Formular in dem wichtige medizinische Fragen gestellt werden. Man sollte hier immer wahrheitsgemäß antworten auch wenn das zum Ergenis führt, für das Tauchen nicht geeignet zu sein.
In Deutschland benötigt man in der Regel eine Tauchtauglichkeitsbescheinigung von einem Arzt. Diese stelle Fachärzte für Tauchmedizin aus. Es sollte grundsätzlich egal ob in Deutschland oder in anderen Ländern getaucht oder das tauchen gelernt wird ein Arzt zuvor aufgesucht werden.
Wichtig ist auch immer die persönliche Verfassung. Tauchen Sie nicht wenn Sie sich unwohl fühlen oder krank sind. Vermeiden Sie unter Wasser überanstrengungen und denken Sie an Ihre Dekompressionszeit. Vermeiden Sie zu tiefe Tauchgänge und fassen Sie keine Tiere oder Pflanzen an.
Notfallmanagementplan
Hat sich ein Zwischenfall erst einmal ereignet, ist schnelles Handeln gefragt. Da die meisten Taucher aber keine ausgebildeten Mediziner sind gibt es Notfallpläne, welche die wichtigsten Schritte zusammenfassen und es erleichtern die erforderlichen Maßnahmen einzuleiten.
Fragen Sie Ihren Tauchlehrer danach.
Darüber hinaus gibt es eine Aufstellung mit einigen Neurologischen Tests, die man selber durchführen kann, um vor dem Eintreffen des Notarztes festzustellen, inwieweit das Nervensystem geschädigt wurden. Daten des Verunfallten und der taucherischen Vorgeschichte festzuhalten. Diese Angaben sollten schon vor Beginn eines Tauchganges erfasst werden.
Wissenswertes über Druckkammern
Die Rekompression in einer Druckkammer ist wohl für viele Taucher mit dem Gedanken an einen Tauchunfall verbunden. Dabei ist es egal ob es sich um eine Dekompressionserkrankung oder um ein Überdehnungsproblem (Barotrauma) handelt, die Behandlung kann in jedem Fall eine Rekompression erfordern. Dabei wird der Taucher erneut einem erhöhten Umgebungsdruck ausgesetzt. Im Falle einer Dekompressionserkrankung sollen so die entstandenen Stickstoffbläschen im Gewebe und Blutkreislauf weitestgehend wieder im Blut bzw. Gewebe gelöst werden, damit der überschüssige Stickstoff abgeatmet werden kann. Bei einer Luftembolie geschieht im Prinzip das gleiche - nur handelt es sich hierbei um Atemluft, welche durch einen Lungenriss in den Blutkreislauf und (oder) in die umliegenden Gewebe gelangt ist und die Sauerstoffzufuhr zum Gehirn beeinträchtigen kann. Die Behandlung erfolgt je nach Art des Unfalls mehrmals hintereinander bzw. nach unterschiedlichen Tabellen für Druck und Behandlungszeit. Um dem Taucher auch während der Bahandlung weiterhin zu helfen, bieten modere Druckkammern auch die Möglichkeit der medizinischen Betreuung durch einen Arzt, der durch eine Schleuse Zugang zum Taucher hat. Des weiteren ist die Atmung reinen Sauerstoffs während der Behandlung erforderlich.
Bei einigen Druckkammern besteht die Möglichkeit sich diese mal von innen oder während einer Probeschleusung anzusehen. Dort erfährt man ausserdem mehr über Aufbau und Arbeit in einer solchen Druckkammer. Wendet Euch dazu doch mal an eine Druckkammer oder besser Tauchschule in Eurer Nähe.

Häufig gestellte Fragen:
Warum ist es wichtig, daß ein verunfallter Taucher sofort in eine Druckkammer transportiert wird?
Der wichtigste Schritt für eine vollständige Genesung ist die sofortige Versorgung des Tauchers mit Sauerstoff, sowie die umgehende Druckkammerbehandlung. Je länger die Zeit vom Auftreten der Symptome bis zur Behandlung ist, desto geringer werden die Chancen eines Verunfallten, wieder vollständig gesund zu werden. Die Folge einer verspäteten Rekompression bei einer Dekompressionserkrankung kann sein, daß die Beschwerden letztendlich chronisch werden. Der Grund hierfür liegt in den Eigenschaften der Stickstoffbläschen. Sobald sich erst einmal kleinere dieser Bläschen gebildet haben, schließen diese sich mit anderen zu immer größer werdenden Blasen zusammen. Dieser Effekt kann (als Vergleich) auch bei Quecksilber beobachtet werden. Haben die Blasen erst einmal eine bestimmte Größe erreicht, wird es immer schwieriger diese wieder aufzulösen. Das ist auch einer der wesentlichen Gründe warum es wichtig ist eventuelle Dekopausen bzw. Sicherheitsstops unbedingt einzuhalten.
Bei einer Luftembolie können durch eine schnelle Druckkammerbehandlung die Luftblasen soweit verkleinert werden, daß eine bessere Versorgung der zuvor blockierten oder beeinträchtigten Gefäße mit Sauerstoff erreicht wird.
Warum dauert die Behandlung in einer Druckkammer meist sehr lange?
Die schon zuvor erwähnten Eigenschaften des Stickstoffes erfordern es, daß der Taucher einem relativ hohen Druck ausgesetzt werden muß, damit die Stickstoffbläschen reduziert werden können. Es kommen ja nach Art der Symptome verschiedene Tabellen zum Einsatz, welche die Behandlungszeit und den Druck regeln. Leider gibt es keine einheitliche Richtlinie für die Anwendung dieser Tabellen. So entscheidet letztendlich der behandelnde Arzt, nach welcher der Taucher behandelt wird. Die dabei angewendeten Druckverhältnisse entsprechen in etwa Tiefen von 30 - 60 Metern, in schweren Fällen kann es auch noch mehr sein. Bei gewisser Zeit auf diesen 'Tiefen' wird zum 'Auftauchen' natürlich viel Zeit benötigt.
Werden nach dieser Erstbehandlung noch Symptome festgestellt oder hat sich der Zustand nicht verbessert, kann es erforderlich werden diese Behandlungen fortzusetzen.
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