Padi Interview
Teil 1Allgemeine Informationen: 
1.1 Anzahl der Tauchschulen weltweit:
über 5800 (PADI Europe über 1100)
1.2 Anzahl der ausgebildeten Tauchlehrer:
über 130 000 (PADI Europe über 30 000)
1.3 Anzahl der ausgebildeten Taucher insgesamt:
von 1967 bis 2007 über 16 Mio. Zertifizierungen. Weltweit jährlich jeweils über 900 000 Zertifizierungen (alle Programme/Stufen). (PADI Europe jährlich ca. 180 000 Zertifizierungen)
1.4 Hauptsitz:
PADI Worldwide mit Sitz in Rancho Santa Margarita, California, USA
1.5 In wie viel Sprachen ist Ausbildungsmaterial vorhanden:
28 Sprachen (PADI Europe nebst English von USA -> Deutsch, Spanisch, Französisch, Italienisch, Holländisch und teils Materialien in Kroatisch und Portugiesisch)
1.6 Seit wann gibt es die Organisation:
PADI Worldwide seit 1966. PADI Europe – was seit März 2009 an PADI Worldwide übergegangen ist – wurde 1983 von Jack W. Lanvanchy und Jürg Beeli gegründet.
Teil 2Tauchausbildung:
2.1 Ab welchem Alter kann man bei Ihnen anfangen zu tauchen?
Zertifizierungskurse (Scuba Diver und höher) ab 10 Jahren. Es gibt aber spezielle Kinderprogramme wie zum Beispiel Bubblemaker (erste Atmenzüge unter Wasser) ab 8 Jahren sowie Seal-Team (verschiedene Aqua Missions) für Kinder von 10 bis 14 Jahren.
2.2 Welche Voraussetzungen muss man fürs Tauchen mitbringen?
Mindestalter von 10 Jahren muss gegeben sein sowie eine normale geistige und körperliche Fitness. Aus Sicherheitsgründen müssen dennoch alle Schüler einen kurzen Fragebogen zu ihrem Gesundheitszustand ausfüllen und bei Bedenken vorab einen Arzt konsultieren.
2.3 Soll man die Ausbildung zu Hause machen oder im Urlaub?
Sowohl als auch! Der PADI Open Water Diver Kurs dauert in der Regel zwischen vier und fünf vollen Tagen. Die Schüler geben ihr eigenes Tempo vor und klären dies direkt vor Ort mit dem zuständigen PADI Dive Center. Personen, welche keinen Urlaub planen können z.B. innerhalb von zwei Wochen (an zwei aufeinander folgenden Wochenenden) ihren ersten Kurs absolvieren. Für Interessierte, welche den Kurs im Urlaub machen wollen gibt es jetzt einen sehr grossen Vorteil, das PADI eLearning (verfügbar auf English/Deutsch/Spanisch und Japanisch. Demnächst auf Italienisch, Französisch und Holländisch). Hier kann sich der Schüler vorab schon für ein Dive Center am Urlaubsort entscheiden und dies mittels dem eLearning Programm anwählen. Der ganze Theorieteil kann dann vorab mit Betreuung des gewählten Dive Centers erledigt werden, so dass man im Urlaub keine wertvolle Zeit mit Büffeln verliert, sondern nur noch die Wasserlektionen absolvieren muss und somit gleich zum Fun Part übergehen kann. Die Schüler werden vor Ort mittels eines Quick Quizzes vom Instructor getestet, so ist ein Schummeln unmöglich.
2.4 Was ist das Besondere am Tauchen?
Man taucht in eine andere Welt ein, sieht Dinge, die man bisher im Leben noch nie gesehen hat. 70% der Erdoberfläche sind mit Wasser bedeckt und nur wenige kennen die Faszination der Unterwasserwelt. Seien es all die bunten Fische, farbenfrohe Riffe oder faszinierende Wracks. Viele können sich beim Gefühl der Schwerelosigkeit beim Tauchen total entspannen und abschalten.
2.5 Kann man mit einer Behinderung tauchen?
Je nach Behinderungsgrad ja. Es gibt Organisationen, welche darauf spezialisiert sind. Dies sind zum Einen die HSA und zum Anderen die IAHD. Diese Organisationen bieten eigene Zertifizierungen für Taucher mit Behinderung an. Personen mit einer Behinderung, die die Leistungsanforderungen von PADI erfüllen, können auch ein PADI Zertifikat erlangen (sofern der Instructor nebst einem der oben genannten Verbände wie auch PADI angehört)
2.6 Ist Tauchen gefährlich?
Nein, Tauchen ist nicht gefährlicher als andere Sportarten. Zu beachten ist, dass man eine normale geistige und körperliche Fitness aufweisen kann, innerhalb der PADI Standards taucht und sich an die Regeln hält.
2.7 Gehört Ihre Organisation der EUF European Underwater Federation an?
Ja.
2.8 Bieten Sie Schnuppertauchen an?
Ja, PADI führt das so genannte Discover Scuba Diving Programm. Hier kann man unter Anleitung eines PADI Profis einen Schnuppertauchgang absolvieren und erste Eindrücke unter Wasser sammeln. Die Fertigkeiten aus dem Discover Scuba Diving Programm können auf den PADI Scuba Diver oder Open Water Diver Kurs angerechnet werden. Zur Zeit führt PADI die 2for1 Promotion: zwei Personen können einen Discover Scuba Dive zum Preis von einer durchführen. Mehr Details dazu sowie teilnehmende PADI Dive Centers und Resorts unter www.divingisfun.eu.
2.9 Wie unterscheidet sich die Ausbildung bei Ihnen von anderen Organisationen?
Das PADI Ausbildungssystem ist Modular und äusserst flexibel. Es ermöglicht jedem Kursteilnehmer die Kursdauer der jeweiligen Auffassungsgabe, resp den zeitlichen Möglichkeiten anzupassen. Im PADI-System hat jeder Tauchschüler die Möglichkeit selbst zu entscheiden ob die Klassenzimmer-, die Selfstudy- oder die eLearning Option für die Theorie Lektionen bevorzugt werden. Zudem besteht - dank den für alle PADI einzuhaltende PADI Standards - absolute Flexibilität bezüglich Kursorten. So kann ein Kursteilnehmer zum Beispiel nur die Theorie- oder die Theorie- und die Schwimmbadlektionen zuhause zu besuchen und dann die Freiwasserlektionen resp die fehlenden Module während dem Urlaub zu komplettieren. Ermöglicht wird diese Flexibilität nur dank dem, im Tauchmarkt einmaligem und weltweitem Netzwerk von PADI Tauchschulen und PADI Tauchlehrer. Diese Flexibilität und Planungsfreiheit wird vor allem von weniger erfahrenen Tauchern und Familien sehr geschätzt.
2.10 Weshalb soll sich der Tauchinteressierte Ihrer Organisation anschliessen?
PADI ist die weltweit grösste Tauchausbildungsorganisation. Zwei von drei Tauchern sind PADI zertifiziert, d.h. mit einer PADI Zertifizierungskarte hat man weltweit keine Probleme, um Tauchen zu gehen. Ausbildungsmaterialen sind in 28 Sprachen erhältlich, was ein angenehmes Lernen in der Muttersprache ermöglicht. PADI bietet zudem ein gutes Qualitätsmanagement, welches sicherstellt, dass die PADI Standards weltweit von den Instructors sowie auch von den Dive Centern eingehalten werden. PADI ist innovativ und ist immer darum bemüht sich den Bedürfnissen des Marktes anzulehnen. Jüngsten Projekt hierzu ist das PADI eLearning Programm. Die verschiedenen Offices in USA, Kanada, Schweiz, UK, Japan, Australien und Skandinavien ermöglichen eine optimale Kundenbetreuung und kurze Bearbeitungszeiten.
2.11 Wie wird man Tauchlehrer?
Die erste Stufe auf Profilevel ist der Divemaster. Dieser kann z.B. PADI Instructors assistieren, selber Discover Scuba Diving Programme durchführen etc. Mindestalter 18 Jahre. Man muss die ersten drei Kurse des PADI Ausbildungsprogramms absolviert haben: Open Water Diver Kurs, Advanced Open Water Diver Course sowie den PADI Rescue Diver (inkl. Emergency First Response Primary and Secondary Care oder ein anderen anerkanntes Nothelferzertifikat, max. 24 Monate alt)). Um den Divemasterkurs zu beginnen, muss man mindestens 20 Tauchgänge vorweisen können, um als Divemaster zertifiziert zu werden, mind. 60 Tauchgänge. Weitere Stufen auf Profilevel: Open Water Scuba Instructor, Specialty Instructor, Master Scuba Diver Trainer, IDC Staff Instructor, Master Instructor und Course Director.


