Nordspanien
Nordspanien
Ich tauche seit ca. 8 Jahren.
Ich war schon am Roten Meer, Caribik, Atlantik, Ostsee und fast überall, wo es schöne Tauchgebiete gibt. (natürlich gibt es noch Gebiete, wo ich noch unheimlich gerne hin möchte)
Doch ich kehre immer wieder in meine Stammbasis in Nordspanien ein.
Kurze Beschreibung der Basis:
- Ausleihausrüstung für jedermann auch wenn er nicht die Traumfigur hat, für jeden etwas dabei
- auch Tauchcomputer und Lampen in der Ausleihe
- kompetentes Personal, die auch Schulungen machen (vier Tauchlehrer)
- eigenes Boot
- Basis liegt in einer herrlichen Bucht, die über einen ca. 80m langen Strand verfügt, dieser ist durch Treppen zu erreichen
- Basisstation ist in einer ehemaligen Fischerbootgarage untergebracht
- eigene Füllstation
Ganz wichtig: in unmittelbarer Nähe ist eine Dekompressionsstation untergebracht, die innerhalb von 20 Minuten mit dem Auto erreicht werden kann.
So um Euch jetzt einfach zu erklären warum nun gerade diese Basis meine Stammbasis ist erkläre ich Euch durch berichten meines letzten Urlaubes dort ( der aus Zeitgründen schon 1 Jahr her ist).
Wir, mein Freund und ich, fuhren im September 1999 wieder runter nach Spanien. Wir fahren mit dem Auto runter, da es von Wuppertal (Düsseldorf) eine Entfernung von ca. 1200 km ist. Man kann auch dort hin fliegen. Dann fliegt man nach Barcelona und wenn man dem Besitzer der Basis (James A. Barcley) Bescheid gibt, wird man sogar von Ihm abgeholt.
Also wir fahren jedenfalls immer mit dem Auto, da wir da unten eigentlich immer mobil bleiben möchten, da sich die Basis in einem Fischerdörfchen befindet und nicht den Komfort einer Großstadt bieten kann. Natürlich kann man auch einen Mietwagen nehmen, aber ich möchte im Urlaub nicht planen wollen.
Die kleine Stadt heißt Calella de Palafrugell, nicht mit dem Calella bei Lloret verwechseln! Auf der Landkarte findet man nur Palafrugell und dann geht man mit dem Finger Richtung Meer und man befindet sich mitten in der kleinen Stadt.
Die Tauchbasis hat einige Häuser mit Appartements, die sie vermieten. Alles nur stickstoffverseuchte Nachbarn.
Und das macht so richtig viel Spaß. Man trifft sich am Abend und kein Taucher weiß welche Geschichten dort ans Tageslicht treten (Taucher haben immer welche auf Lager). Der große weiße Hai und der ach so mutige Taucher. Oder die erste Bootsfahrt mit anschließendem "Fische füttern" (kotzen ohne Ende).
Die Appartements sind einfach eingerichtet, aber sehr sauber. Man hat eine schöne Küche mit Gasherd und Elektroofen, Balkon oder Terrasse, und eine Dusche mit WC. Alles was man braucht. Solche Appertments kosten in der Hauptsaison für 2-4 Personen so um die 1200-2000 DM für 3 Wochen. Nicht teuer, meiner Meinung nach. Für die die es noch günstiger haben wollen, gibt es ein Camingplatz um die Ecke.
In der Nebensaison ist es natürlich billiger und man hat den Vorteil, daß die Franzosen und Spanier nicht mehr da sind, die im ganzen August die Strände bevölkern, da sie alle Urlaub haben. Deshalb fahren wir immer im September. Dort beträgt die Wassertemperatur immer noch ca. 25°C.
Man ist, selbst wenn man alleine hinfährt, nicht lange allein. Man hat schnell seinen Tauchpartner gefunden und begießt die neue Freundschaft mit etwas Sekt oder ähnlichen.
Von diesen Appartmenthäusern ist es ein Sprung über die Straße und man befindet sich in dem größten Supermarkt in dem Dorf. Es gibt hier alles was es auch in Deutschland gibt und jede Stunde kommen aus dem Ofen der Supermarktbäckerei frische Stangenbrote (lecker: heiß essen mit etwas ayoli).
Geht man die Straße hinunter, so ca. 70 m steht man schon an den Treppen, die zur Basis führen.
Die Promenade, die sie vor 2 Jahren komplett erneuert haben, befindet sich direkt oberhalb dieser Basis und dort befinden sich Restaurants in denen man abends sehr gut essen gehen kann.
Unten an der Basis angekommen, kann man sein ganzen Gerödel erst einmal in Kisten verstauen, die in einem Extraraum kostenlos bereit gestellt werden. Du kannst Dein Neo und Jacket aufhängen. In all den Jahren ist mir noch nichts geklaut worden.
Die Stimmung egal wann Du da unten ankommst ist immer gut, es wird immer irgendwo gelacht.
Wenn Du Dich näher informieren möchtest über Tauchbasis, Preis oder ähnlichen dann gehe auf die Homepage:
www.tauchwelt.de
Die Tauchbasis heißt "Poseidon Nemrod Club" und jedes Jahr sind sie auch auf der Boot (Fachmesse) vertreten.
Wenn Du einmal da warst fühlst Du Dich wie ein Familienmitglied.
Die Basis hat ein wunderschönes Hausriff, wo sich auch Landtauchgänge lohnen. Übrigens in der Nebensaison bieten sie auch Meeresbiologische Seminare an, die sehr interessant sind.
Mit dem Boot, welches direkt an den Strand kommt, geht es zu den anderen zahlreichen Riffen, die in der Umgebung verstreut sind. Manchmal bei sehr guten Wetter steuert der Kapitän das Wrack an. Das Wrack beginnt bei ca. 18m und hört bei ca. 35 m auf. Sehr schön bewachsen. Man hat generell eine schöne Unterwasserwelt in der Gegend, da alles Naturschutzgebiet ist und es seit ein paar Jahren verboten worden ist zu fischen.
Viele Zackis und Oktopusse.
Es lohnt sich. Es ist kostengünstig, wenn man sich mal eine Auszeit gönnt mit den teuren Reisen und eigentlich nur Tauchen möchte ohne Grenzen und das kann man dort.
Wenn man mal die Schnauze voll hat vom Tauchen, gibt es in der umliegenden Region auch viele Sehenswürdigkeiten:
Als ersten wäre da erst einmal das Dali Museum, Dali bekannt durch seine verlaufenden Uhren. Ein Muß, wenn man in der Gegend ist. Das Museum ist in Figueres, ca. 50 km von dem Urlaubsort entfernt.
Nach Barcelona sind es noch so um die 150 km. Man kann dorthin einen schönen Tagesausflug machen und sich die Altstadt anschauen.
Wer nicht auf Kultur steht sondern auf Ballermann Atmosphäre, der kann in das ca. 25 km entfernte Lloret de Mar fahren. Das ist Arenal nur statt auf der Insel auf dem Festland.
Ihr seht, es ist für jeden etwas dabei. Fahrt mal dort in diese Gegend, auch für Nichttaucher geeignet, und vergewissert Euch selbst.
geschrieben von: "Ingenieuse"


