Deutschland Bodensee
Deutschland Bodensee
Der Blindsee ist ein Bergsee und liegt in einer Höhe von 1093 Meter ü.n.N inmitten einer bewaldeten wunderschönen Gebirgslandschaft direkt unterhalb des Fernpasses. Folgendes ist, wenn man im Blindsee tauchen möchte, zu beachten: Es handelt sich um einen Privatsee der Fam. Küstner (Hotel Drei Mohren). Getaucht werden darf also nur mit einer Tauchgenehmigung zwischen 08.00 und 18.00 Uhr. Diese kostet 25 DM und kann im Hotel Drei Mohren in Lermoos (10-15 Minuten vom See entfernt) abgeholt werden. Telefon-Nr. des Hotels: Für die Hotelgäste ist die Tauchgenehmigung inclusive. Diese Gäste dürfen an dem See auch Nachts tauchen - was für die anderen Taucher, also die die nicht im Hotel wohnen, nicht erlaubt ist. Am See ist zu beachten das dort keine Flaschen gefüllt werden dürfen. Die nächste Füllstation befindet sich wiederum im Hotel Drei Mohren (Bauer Kompressor mit 600l/min Luftleistung). Camping und offenes Feuer sind auf dem Blindsee-Parkplatz verboten. Ich versuche hier mal einige Erfahrungen darzulegen, die den ein oder anderen Taucher vielleicht überzeugen können, sich in die kalten Fluten den Bodensees zu stürzen: Ich habe mich nunmehr schon öfters dorthin "verirrt". Die schöne Stadt Überlingen direkt am Bodensee, hat viel zu bieten. Hier habe ich über das Internet eine sehr schöne und preiswerte Unterkunft bei einer Familie Meier, Risthof gefunden. Diese ausgesprochen taucherfreundliche Familie hat einen riesigen Hof mit vielen wunderschönen Ferienwohnungen und -zimmern. Die Kosten für einen Tag liegen für eine kleine 2 - 3 Mann/Frau Ferienwohnung bei ca. 35 Euro (pro Tag nicht pro Person). Hier kann man nicht meckern, zumal die Familie die komplette Scheune für Tauchequipment zur Verfügung stellt, damit alles gut verstaut ist, wenn man gerade mal nicht im Wasser ist. Auf Wunsch leite ich die Telefonnummer an alle Interessierten weiter (Bodensee ist ja nicht nur für Taucher interessant). Für die wärmeren Jahreszeiten bieten sich dort diverse Zelt- und Campingplätze direkt am See an. Auch sehr zu empfehlen. Mein heutiges Thema soll aber - wie der Rubrik zu entnehmen - wieder dem Tauchen gewidmet sein. Was ist so schön am Bodensee? Ein Tauchtag Parkhaus Post in Überlingen: Ostern, ein wunderschöner, sonniger und warmer Morgen. Schön beim Frühstück planen wir unseren heutigen Tauchtag. Die Sonne macht unternehmungslustig. Was hat das Parkhaus Post mitten in der Stadt mit Tauchen zu tun? Nun, hier ist man sehr taucherfreundlich. Man kann das Auto dort bequem abstellen - meistens findet man einen guten Parkplatz -. Dort sind Taucher an der Tagesordnung und sind durchaus willkommen - schließlich kann man bei einem Osterstadtbummel so schön als Beobachter auf der Bank am See sitzen und sich die Strapazen der Taucher angucken. Umgezogen wird sich im Parkhaus, was im Winter und bei Mistwetter den Vorteil hat, daß man warm und trocken in die Tauchsachen schlüpfen kann. Vom Pakrhaus sind es dann ca. 100 Meter bis zur Uferprommenade wo eine Treppe direkt und bequem zum Wasser führt. Die Sonne lacht uns an, als wir die Ausrüstung ins Wasser schleppen. Das hilft beim Schleppen. Schon von der Prommenade aus kann man in das schöne klare leicht grüne Wasser blicken. Sieht tief aus und kalt. Wohl wahr: Das Wasser hatte Ostern eine durchschnittliche Temperatur von 4 - 6 Grad Celsius. Brrrrr... Im Trockentauchanzug (man wird hier nicht naß drin), kein Problem. Nach einem kurzen Check der Ausrüstung wird abgetaucht. Die Sicht ist heute wegen dem Hochwasser aus dem Gebirge nicht die beste. Normal liegt sie bei gut 20 - 30 Metern - fast wie im Meer! Trotzdem ist die Sicht so gut, daß der Tauchgang zu einem Genuß wird. Den Hang hinunter kommen wir an eine Kante - Beginn der Steilwand und Vorstoß in die dunkelen Tiefen des Bodensees. Die Lampe brauchen wir aber erst ab 30 Meter. Bis dahin ist es durch die gute Sicht noch hell. An der Kante angekommen drehen wir uns mit dem Gesicht zur Steilwand bevor das Zeichen zum Abtauchen folgt. Freier Fall an der Steilwand hinunter bis zum Ende der Steilwand auf ca. 45 Metern. Alles läuft nach Plan. Wir tauchen nunmehr auf die rechte Seite - Schulter links zur Steilwand gerichtet. 45 Meter 20 Minuten. Die Sicht hier unten ist wieder sehr gut. Unten ist sie meistens noch besser als an der Oberfläche. Im Scheinwerferlicht begegnen wir einer Unzahl von Aalrutten und Barschen, die sich in der Dunkelheit in Sicherheit wiegen. Von Weihnachten steht auch noch ein Weihnachtsbaum einsam und kalt auf dem Grund (Grund der Steilwand - am Hang entlang, der der Steilwand zur Seemitte folgt, geht es noch viel viel tiefer.... ). Den Fischen ist der Weihnachtsbaum aber recht egal.
Langsam wird es auch kalt, als wir nach gut einer Stunde das Wasser verlassen. Begrüßt werden wir gleich von zwei strahlend weißen Schwänen, die sich laut räuspernd ihr Revier sichern - keine Anst, wir tun euch nix. Nachdem wir uns im Parkhaus wieder zivil angezogen haben und den Tauchgang noch einmal passieren lassen, ist Mittagspause angesagt. - Flaschen füllen bei Advendur Diving. Ein Tauchgeschäft mit Außenkompressoranlage. Die Anlage kann den ganzen Tag bis in den späten Abend (momentan noch ca. 23 Uhr) durch eine Chipkarte - die im Laden erwerblich ist und wie eine Telefonkarte mit Füllguthaben aufgelasen wird - betrieben werden. Hier bezahlt man tatsächlich nur das, was man auch in die Flaschen füllt. Es gibt also keine Festpreise pro Flaschengröße!! Auch vor dem Geschäft suhlt man sich in den ersten Frühlingssonnenstrahlen und einen guten Kaffee gibt es dazu, während der Kompressor unsere Doppelgeräte wieder auffüllt. Nachmittags gehen wir zum zweiten Tauchgang direkt vor dem Geschäft (Tauchplatz Fliesen Graf) ins Wasser. Der Einstieg ist hier über ein paar sehr schmale Treppen nur mit einem Seil möglich oder bequem mit einem Schlüssel zu einem Vereingrundstück eines anderen ortsansässigen Tauchvereins möglich. Wir sind ja gemütlich und haben uns am Vortag den Schlüssel für 2,5 Euro/Tag/Person geholt. Die Telefonnummer findet sich auf dem Vereinsschild am Tor zur dem Vereinsgeländes. Aber auch die Taucher vor Ort kann man diesbezüglich fragen. Das witzige an diesem Tauchplatz ist, daß man bis zum Seezeichen 24 gut 50 Meter im See noch stehen kann, da das Wasser hier nur 1 Meter tief ist. Taucht man rechte Schulter zur Steilwand nach rechts, findet man nach einer ganzen Zeit mitten in der Steilwand ein altes Telefon (Aufschrift: bei Luftmangel Notruf absenden ...). Auch langweilig in den Deko-Pausen wird es nicht. Bei dem Telefon sind daneben zwei Lektüren laminiert und eingeschweist. Eine für Mädels (ob da wohl nackte Männer drin sind?) und eine für Jungs (was da wohl drin verborgen ist...). Auch hier finden sich auf dem Grund der Steilwand diverse Weihnachtsbäume, Aalrutten, Barsche und Seesaiblinge mit schönem roten Bauch. Wärmer als am Parkhaus Post ist aber auch hier das Wasser nicht. Manchmal findet man am Tauchplatz Fliesen Graf leichte Strömungen, die aber nicht schlimm sind. Meistens haben wir viel Glück gehabt. Beim Abtauchen "Wind" in Tauchrichtung und beim Aufstieg/Rückweg aus der anderen Richtung. Ich sage immmer Fernsehströmung dazu. Bewegen braucht man sich da nicht mehr - einfach von der Strömung treiben lassen und in Ruhe die schöne Steilwand ansehen. Mein Tauchpartner meinte letztens noch, die Steilwand würde ihn an Schinken erinnern, da die roten Felsformationen von weißen "Fäden" durchzogen sind (also marmoriert sind). Er denkt beim Tauchen also an Schinken - ah ja....... Ein weiterer, sehr schöner Tauchplatz ist in Bodmann zu finden. Hierbei handelt es sich allerdings um einen reinen Wintertauchplatz. Es darf hier nur getaucht werden, wenn absolut kein Schiffsbetrieb in dem Hafen Bodmann stattfindet. Vor der Anlegestelle findet sich ein prima Nachttauchplatz. Bei einer maximalen Tiefe von 20 Metern taucht man hier durch einen "versunkenen Hafen". Es findet sich ein Hafen- und Anlegefriedhof mit uralten Gebälken und Mauern. Sehr sehenswert für meine Begriffe. Die Fische tummeln sich hier zwischen dem Gebälk. Allerdings findet sich hier keine Steilwand. Aber der Tauchplatz ist eben für den versunkenen Hafen berühmt. So, ich werde nun mal aufhören zu schwärmen. Ich könnte noch stundenlang weiterschreiben, denn das sind ja nicht die einigen Tauchplätze am Bodensee. Ich erwähne hier nur kurz die Jura (versunkenes Schiffswrack), den Teufelstisch (nicht ohne Genehmigung betauchbar)... Am Bodensee kann überall dort getaucht werden, wo man ist Wasser kommt und kein Hafen ist. Die schönsten Tauchplätze erfragt man aber am besten bei den dortigen Tauchen, in den Tauchgeschäften oder aber auch im Internet. Keine Sorge, Taucher finden sich an allen Ufern des Bodensees und das zu jeder Jahreszeit. So richtig klasse ist es aber immer noch im Winter (Sicht ohne Ende).
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| Letzte Aktualisierung ( Donnerstag, 16. August 2007 ) |


